
Immer wieder geraten
Verbraucher in Situationen, in denen das Geld knapp wird: Dann wird meist auf den Dispokredit zurückgegriffen, um kurzfristig wieder an frisches Kapital zu kommen. Stiftung Warentest sieht allerdings Abrufkredite als günstigere Alternativlösung an. Für die
August-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest wurden die Angebote für
Abruf- und Rahmenkredite verschiedener Banken geprüft und untereinander verglichen. Dabei stellte sich allerdings heraus, dass längst nicht alle Kreditinstitute ein entsprechendes Angebot überhaupt führen: Nur 11 von 139 getesteten Banken konnten in ihrem Portfolio einen Abrufkredit vorweisen.
Abrufkredite: Günstiger als der Dispo-Rahmen
Abrufkredite, die von Finanztest analysiert wurden, können ohne Bank- oder Kreditkarte genutzt werden. Im Hinblick auf die Konditionen sind sie deutlich günstiger als Dispositionskredite, die mit häufig zweistelligen Zinsen immer wieder in die Kritik von Verbraucherschützern geraten. Für einen Abrufkredit werden hingegen nur rund fünf bis unter zehn Prozent an Zinsen fällig. Für
Selbständige und Freiberufler sind Abrufkredite außerdem häufig die einzige Möglichkeit, um überhaupt einen Kredit zu bekommen: Bei
klassischen Kreditangeboten fallen sie mit unregelmäßigem und nicht gesichertem Einkommen meist durchs Raster.
Volkswagenbank bietet aktuell günstigsten Abrufkredit
Die
Stiftung Warentest hat verglichen: Die Volkswagen Bank hat derzeit mit dem „ComfortCredit“ die Nase vorn. Hiermit verbunden ist ein Zinssatz von 4,88 Prozent p.a., der noch bis Mitte Oktober 2011 Gültigkeit besitzt. Empfehlenswert aus Sicht der Stiftung Warentest ist außerdem das Kreditangebot der
ING-DiBa: Hier kann ein Abrufkredit bundesweit zu einem Zinssatz von 6,95 % p.a. in Anspruch genommen werden.