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Studentenkredite so günstig wie nie

Nicht jeder Student kann sich sein Studium mit Eigenmitteln finanzieren – in vielen Fällen ist ein Kredit notwendig, damit der Weg zum Bachelor oder Master geebnet werden kann. Das derzeit niedrige Zinsniveau kommt Studierenden entgegen – und macht spezielle Studentenkredite so günstig wie nie. Insbesondere staatliche Förderungen können zu wahren Schnäppchenpreisen in Anspruch genommen werden.

Günstigster Studentenkredit für weniger als 2 Prozent Zinsen

Die Chancen stehen äußerst günstig: Die Marktzinsen sind abermals gefallen, und Banken haben ihre Konditionen für Kredite nach unten korrigiert. Das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) hat bundesweit insgesamt 36 Kreditangebote für Studenten unter die Lupe genommen – und kam zu überraschend positiven Ergebnissen: Der günstigste Kredit ist sogar für unter 2,0 Prozent Zinsen zu haben.

So kostet derzeit der KfW-Studienkredit lediglich 3,34 Prozent effektiven Jahreszins – und der Bildungskredit des Bundesverwaltungsamt kann sogar zu 1,99 Prozent in Anspruch genommen werden. Ulrich Müller, Projektleiter beim CHE, rät allerdings Studierenden dazu, genau abzuwägen: Wer nicht dringend ein Darlehen bräuchte, solle bloß wegen den derzeit so günstigen Marktkonditionen nicht unnötigerweise eines aufnehmen. Dahingegen haben jede Studenten, die auf einen Kredit angewiesen sind, jetzt die besten Chancen auf niedrige Zinsen – und damit auch eine niedrigere monatliche Belastung.

Kredite für Studenten: Jährlich 50.000 Neuabschlüsse

Derzeit nutzen rund vier Prozent aller Studenten laut dem Deutschen Studentenwerk einen Kredit. Nach Informationen des CHE liegt die Zahl der jährlichen Kredit-Neuabschlüsse bei etwa 50.000. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob sich der derzeit so begehrte Studentenkredit bei den Banken fest etabliert – einige Bundesländer haben nämlich bereits die Studiengebühren wieder abgeschafft, und lassen die Kreditnachfrage somit sinken.
Doch selbst ohne Studiengebühren ist es für viele angehende Akademiker finanziell knapp: Wer keine Eltern hat, die das Studium finanzieren, muss selbst für seinen Lebensunterhalt, für Lernmittel und Sonderausgaben bezahlen: Das kann das finanzielle Budget eines Studenten schnell sprengen.

Unterschiede von Studentenkrediten zu Verbraucherkrediten

Studentenkredite kamen erstmals 2005 auf. Sie ähneln dem klassischen Verbraucherkredit, besitzen meist jedoch günstigere Konditionen. Zudem erfolgt die Auszahlung nicht wie üblich in einem Einmalbetrag, sondern in monatlichen Raten über die Dauer des Studiums. Nach der Auszahlungsphase gibt es meist eine rückzahlungsfreie Phase – die Tilgung des Darlehens setzt erst später ein. Die Rahmenkonditionen sind allerdings von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich geregelt, weshalb ein Kreditvergleich im Vorfeld auch bei Studentenkrediten durchaus Sinn macht.